Warum Tragen?


“Der Mensch ist ein Tragling“, das fand der Verhaltensbiologe Berhard Hassenstein in den siebziger Jahren heraus. Sie sind daran angepasst, mitgenommen zu werden. Allerdings haben wir Menschen kein Fell mehr, an das unsere Babys sich klammern können, also müssen wir sie tragen.

Und dazu eignen sich ganz wunderbar Tragetücher und die verschiedensten Tragesysteme.


Tragen bedeutet Sicherheit und Geborgenheit, Liebe und Wärme. 


Es trägt positiv zum Bonding zwischen dem Baby und der tragenden Person bei. Die Kinder können in Sicherheit die Welt erkunden und sich zurückziehen, wenn sie es möchten.


Sie nehmen ihren eigenen Körper wahr, erhalten ein Gefühl dafür, wo er anfängt und wo er aufhört. Laut Eva Kirkilionis wird durch die erlernte Körperbeherrschung auch das Selbstvertrauen und die Kompetenz der Kinder, etwas bewirken oder bewältigen zu können, gestärkt. 


Beim korrekten Tragen wird auch die Hüftentwicklung gefördert und die Tiefenmuskulatur trainiert.

Getragene Kinder liegen seltener auf dem Rücken, wodurch der Entstehung eines Plattkopfes entgegengewirkt wird.


Gerade auch, wenn das Baby bereits ältere Geschwister hat, zeigt sich das Tragen von Vorteil, da der/die Tragende die Hände frei hat und auch auf die Bedürfnisse der Älteren eingegangen werden kann.


Auch Zuhause im Haushalt oder Unterwegs beim Einkaufen erweist sich Tragen als äußerst praktisch und hilfreich. Das Staubsaugen klappt ohne Schwierigkeiten, die Tragehilfe ist überall problemlos zu verstauen und jederzeit einsatzbereit und selbst Treppenstufen stellen keine Hürde mehr da.


Getragene Kinder weinen selterner. Tragen wirkt Bauchschmerzen entgegen und erleichtert das Einschlafen.